Hallo, mein Name ist Christoph.
Der Weg
Ich bin in Wien geboren und habe früh gelernt, mir Dinge selbst beizubringen und zu erarbeiten. Das hat mich selbstständig gemacht, und neugierig darauf, wie Menschen eigentlich funktionieren. Und wie ich selbst funktioniere natürlich auch.
Mein erster großer Traum war die Schauspielerei, der zweite die Magie. Die Lehre in der Hotellerie sollte nur das sichere Standbein dafür sein. Doch hatte das Leben andere Pläne: Mit Mitte zwanzig bekam ich einen Teil eines Erbes vorzeitig ausgezahlt und kaufte mir eine Wohnung. Zwei Jahre später hatte ich sie wieder verkauft, denn trotzdem war das Leben ohne echte Orientierung, und ich war überzeugt, dass ein Auto mit Ledersitzen einen besseren Menschen aus mir machen würde. Zur gleichen Zeit habe ich mich zusätzlich in World of Warcraft verloren. Und als ich verstanden hatte, dass das Geld nicht aus dem Bankomaten kommt, war es weg. Ich stand mit Schulden da und musste noch einmal von vorne anfangen.
Heute erzähle ich das ohne Ausreden. Nicht, weil es nicht wehtut, sondern weil genau dort meine wichtigste Lektion liegt: Besitz hat mich nicht glücklich gemacht. Und eine digitale Welt kann sich echter anfühlen als das eigene Leben, bis man wieder auftaucht und schaut, was übrig ist.
Irgendwann bin ich über einen Satz gestolpert: „Investiere zuerst in dich selbst.“ Also habe ich genau das getan. Berufsreifeprüfung, später ein Diplomlehrgang für Online-Marketing, erarbeitet und erspart, auch anhand von Teildiensten die von früh bis spät dauerten. Leider oft auf Kosten des Soziallebens. Es war mühsam. Doch es war es wert.
Die eigentliche Schule waren aber die gut elf Jahre an der Rezeption. Wer lange genug hinter dieser steht, sieht Menschen in allen Lagen: erschöpft, verliebt, wütend, verloren. Ich habe gelernt zu unterscheiden, was ist Maske, was vorgeschoben, und was wirklich dahinter steckt. Ich habe gelernt, dass hinter jedem Menschen ein anderer Beweggrund und hinter fast jeder Beschwerde ein unerfüllter Wunsch steht. Und ich hab gelernt zuzuhören, bevor ich antworte.
Wohin ich gehe
Nach dem Hotel hatte ich eine Position, die für die Zukunft anderer wichtig sein sollte. Als dort ausgesprochen wurde „Für die Zukunft eines Menschen brauch ich nur den Lebenslauf“, war mir alles klar, Das war eine Firma, an der Menschen abgehandelt wurden und nicht begleitet. Und der Knopf ist aufgegangen: Ich war an der falschen Stelle, und zum ersten Mal wusste ich, welche die richtige Richtung ist. Das, was ich all die Jahre nebenbei gemacht habe, nämlich zuhören, verstehen wollen, die nächste Frage stellen, ist das, was ich hauptsächlich machen will. Deswegen beginne ich ab Herbst 2026 die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater.
Bis dahin schreibe ich. Vor allem über ein Thema, das mich nicht loslässt: was passiert, wenn Technologie zum Gegenüber wird. Ich beschäftige mich seit Jahren mit KI, nicht nur als Nutzer, ich betreibe auch selbst lokale Sprachmodelle. Ich weiß also einigermaßen, was technisch dahintersteckt. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie stark der Sog einer digitalen Welt sein kann. Aus dieser Mischung aus Technikverständnis, eigener Geschichte und mehr als zwei Jahrzehnten mit Menschen schreibe ich hier.
Wichtig zu wissen
Ich befinde mich bald in Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater. Diese Website bietet keine Beratung und keine Therapie an. Hier findest du Aufklärung, Einordnung und meine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und keine individuelle Begleitung. Sobald sich das ändert, wirst du es hier als Erstes erfahren.