und wieso die Aftercare so wichtig ist?
Die Vorfreude ist gewaltig, Wochen wurde geplant, eingekauft, anprobiert. Ausprobiert. Überlegt ob es sich auszahlt. Wo die Gefahren sind und welche Sicherheitshinweise es zu beachten gibt. Dann der Tag, es ist soweit. Endlich. Die Vorfreude gipfelt in einem Höhepunkt. Eventuell mehr. Die Anstrengung ist allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Der Atem folgt dem inneren Verlangen und mit jedem Atemzug merkt man, wie das Erlebnis endet und alle ihres Weges gehen. Womöglich muss auch noch der Heimweg durch den Regen stattfinden. Zu Fuß.
Der Wecker schrillt am nächsten Morgen. Man wacht auf und fühlt den Rausch schwinden. Dabei hat der Körper tagelang auf ein Hoch hingespart und zahlt es in einem Rausch aus, danach ist das Konto einfach leer. Jeder Versuch das Gefühl zu halten verfehlt sein Ziel. Gestern war der Tag, auf den man sich so lange gefreut hat. Und nun ist er vorbei. Die Realität holt einen langsam ein, aber ein Gefühl bleibt. Ob es eine undefinierbare Leere ist, oder gar ein mulmiges Gefühl über das, was man zuletzt erlebt hat. Man würde ja gerne mit der Partymenge über das Erlebte sprechen, sich austauschen, gemeinsam von der Welle sanft getragen werden bis sie am Strand natürlich ausläuft.
Dieses harte Aufschlagen im Alltag wird als „Drop“ bezeichnet. Der Begriff stammt aus der BDSM-Szene, wo intensive Erlebnisse und das Danach seit jeher bewusst mitgedacht werden. Längst beschreibt man den Drop aber auch nach Festivals, Messen, Wettkämpfen, sogar nach dem Kino oder dem Konsum nach dem Serienmarathon.
Sich nach diesem zu erholen oder das Erlebte zu verarbeiten, nennt man Aftercare, im besten Fall fangen einander alle Beteiligten auf, zur Not ist es die Fürsorge für sich selbst.
Nicht immer gibt es Menschen, mit denen man das Erlebte teilen kann, sei es aus Scham, aus Rücksicht, oder weil das Umfeld die Welt dahinter nicht kennt. Genau für solche Themen gibt es übrigens Lebensberatung: wertfrei, verschwiegen und ohne schiefe Blicke.
Und warum mich dieses Konzept nicht loslässt und was es ausgerechnet mit Künstlicher Intelligenz zu tun hat, das liest du im ELIZA-Drop.
Wichtig zu wissen
Ich befinde mich bald in Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater. Diese Website bietet keine Beratung und keine Therapie an. Hier findest du Aufklärung, Einordnung und meine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und keine individuelle Begleitung. Sobald sich das ändert, wirst du es hier als Erstes erfahren.